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Klingt wie... Zombies II

16.06.2010 20:53

Da gibts den Song, dort wird das Album besprochen und hier ist das Video:

Quizfrage nun: Was sind das für Chöre?
1. Beach Boys- Chöre: So kommt es dem plastischen wie visuellen Blätterwald immer gleich aus der Pistole geschossen, wenn irgendein Chor lautmalerisch sich verlustiert. Und auch in diesem Fall wird allerorten der altbekannte Vergleich gezogen. Aber fehlt hierzu nicht die weltfremde Melancholie? Sind Beach Boys- Chöre nicht vielmehr die Vertonung von Seufzen und entbehren der treibenden Dynamik, wie sie Love Is All hier demonstrieren?
2. Mamas & The Papas- Chöre: Habe ich zumindest ich in oben verlinkter Plattenrezension intuitiv und leidlich reflektiert dahingeschrieben. Die vokale Reinheit des Ba-Bababa-Ba ist vergleichbar, aber vielleicht legt einfach die Doppelgeschlechtlichkeit des Chores diesen Vergleich nahe?
3. Zombies- Chöre: In der Verbindung aus Zwangseuphorie, der Verzweiflung abgerungen, und enigmatisch- ekstatischem Abgerocke sogar mein Favorit. Man vergleiche nur: Maybe After He’s Gone und Changes auf dem einen, dem großen Album.

Aber was meinen Sie? Oder gibt es gar weitere Vorschläge?

Sebastian Schreck

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Klingt wie... Zombies

20.02.2010 15:33

Na ja, so ein bisschen Zombies. (Zumindest musikalisch, visuell dagegen steckt, wie man sieht, so einiges an Monster drin…) Also 60er Jahre-Pop mit schön quietschiger Orgel, Handclaps, Dibdibdibdib im Hintergrund, aber trotzdem treibend und derbe rockend.
Der Rest des bereits vierten Albums dieser Band ist aber Folk-Pop, heißgeliebter, herzwerärmender, unendlich süß-melancholischer Folk-Pop. Soll heißen: Auch gut das.

Sebastian Schreck

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Klingt wie... Velvet Underground

09.01.2010 21:29

Nur trauriger und langsamer und etwas weniger waghalsig (ömm… was bleibt?)

Das entsprechende Album ist übrigens auch nicht ohne.

Zudem und a propos: Was fällt Adam Green eigentlich ein, sich als Lou Reed zu verkleiden? Ich meine, selbst Lou Reed macht das nicht mehr. Aber das musste ja so kommen:

Sebastian Schreck

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Klingt wie... Sweet Home Alabama

12.08.2009 21:21

Liegt es wirklich nur an der Übereinstimmung des Wortlautes, dass Lynyrd Skynyrds totgenudelter Lagerfeuerterror sich in meinem Kopf mit “Home” des famosen Hippie-Kollektivs Edward Sharpe & The Magnetic Zeros assoziiert? Schließlich tauchen zumindest Home (im Titel) und Alabama (am Anfang) sehr exponentiell auf (irgendwann weiter im Text finden wir auch sweet).

Aber das kann doch nicht alles gewesen sein! Ich verweise ehrfürchtig auf ein diffuses Gefühl der selben Saite, die im Innern angeschlagen wird. Stimmung. Mood. Feeling. Nenn es nach Belieben. Ebenso: Das Duett ist warmherzig und besonders die Frauenstimme ist angenehm… ja fast soulig. Zudem finden wir noch Schmankerl wie Pfeifen, einen Spoken Words Part, der zwischen Abstrusität (yeah you came jumpin out after? me and landed on ur penis) und Liebe changiert. Das sind die rechten Koordinaten!

Das dazugehörige Album (mitsamt anderer Version von Home) ist ebenfalls sehr zu empfehlen: Up From Below

Sebastian Schreck

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Klingt wie... Beach Boys IV

30.07.2009 23:34

Nargh… eine hässliche Fratze aus einem instabilem Rechner, universitärer Klöterei und familiärer Geschichtsschreibung hielt mich ab von unserer Reise in harmonische Höhen. Aber der Moment schreibt sich selbst, die Lupe für BeachBoyeskes ist installiert. Heute ein eher naheliegender Fall:

Dass sich auch mal der gesamte Sound einer Band an BeachBoysismen abarbeitet, ist inzwischen ja auch kein ganz neues Phänomen. Man denke an die High Llamas und ja, man denke auch an Dr. Dog. Wie die Suche nach Heu im Haufen picken wir daher willkürlich, aber nicht undurchdacht: Ein Brian Wilson zu Zeiten seines Strebens zum Popolymp hin steckte immer sein Herzblut ausgiebig und besonders in Singles. In Angedenk dessen ein ebensolcher, mit Verlaub, Hit von Dr. Dog: “My Old Ways”.

California Girls-Intro, Dennis Wilson-typische abgehackte, eher percussionistische Drums (besonders in der Strophe), in seiner Mischung aus Piano, Gesangsharmonien und Gitarrensolo in etwa Help Me, Rhonda, ev. ganz gut aufgehoben also (schon zwei Belege und überhaupt) auf Summer Days (And Summer Nights!!!), den (zugegebenermaßen albern betitelten) Übergangsalbum 1965 von den unschuldigen Anfangszeiten am Strand zu nachdenklich zerissenen mentalen wie musikkalischen Reisen an und hinaus über Abgründen.

Einzig einen solchen bittersüßen Text hätte ein Brian Wilson wohl aus fehlender positiver, spiritueller und so Botschaft und kein Gott!Gott!Gott!, summa summarum: keine Hoffnung und kein Sinn, ja, er hätte naiv versonnen gelächelt und abgelehnt. Kindliches Gemüt in allen Ehren…

Sebastian Schreck

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