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„Ich sehe den Mann deiner Träume“

03.12.2010 20:08

V iel Liebe, wechselnde Partner und ein paar Intrigen. Klingt doch ganz nach Shakespeare – ja, genau und diesmal auch nach Woody Allen. Seit dem 2. Dezember beglückt uns der große Regisseur mit seinem 41. Film: „Ich sehe den Mann deiner Träume“ (OT: You Will Meet a Tall Dark Stranger). Und nicht nur, dass Allen Shakespeare zitiert. Nein, er orientiert sich auch gleich noch thematisch an ihm. Wie kann man es auch anders erwarten von einem Regisseur und Drehbuchautoren, der jahrelang am Theater gearbeitet hat. Die Umsetzung des Stoffs gelingt in Maßen. Es ist nun einmal so, dass die Liebe für einen Film als Hauptthema schwer zu realisieren ist, wenn es nicht allzu kitschig werden soll. Shakespeare hatte es da mit seinen dramatischen Touch, seiner wundervolle Sprache und seinen Maskenbällen einfacher. Allen versucht es dennoch.

In „Ich sehe den Mann deiner Träume“ geht es um drei Pärchen, die versuchen ihre Beziehung in den Griff zu bekommen. Helena (Gemma Jones) sucht Rat bei einer Wahrsagerin, die ihr alles sagt, was sie hören will. Tochter Sally (Naomi Watts) ist unglücklich verheiratet und verliebt sich in ihren Galeristen Greg (Antonio Banderas). Ihr Mann tut es ihr gleich, denn er liebäugelt mit der schönen Nachbarin (Freida Pinto). Alfie (Anthony Hopkins), ehemals verheiratet mit Helena, findet seine neue Liebe in einem 20 Jahre jüngerem, blonden Mädchen, welches ihm noch einen Sohn schenken soll. (Ein Schelm, der bei einer solchen Liebelei an den gerade 75 gewordenen Regisseur denkt!)

N ach “Scoop – Der Knüller “, “Cassandras Traum” und “Vicky Cristina Barcelona” wirkt diese Komödie wirklich erfrischend. Mit viel Witz und Seitenhieben, aber wie gewohnt ohne größeren Tiefgang, macht Woody Allen „Viel Lärm um nichts“. Bestechend ist auf jeden Fall das Staraufgebot. Hopkins fühlt sich augenscheinlich wohl in seiner Rolle und auch seine Kollegen stehen ihm in Nichts nach. Es bleibt nicht vielmehr zusagen als die übliche Bewertung der Sneak: Story: schlecht, Regie: mittelmäßig, Musik: mittelmäßig und Schauspieler: sehr gut! Und damit stimme ich mit 39 % der Besucher der letzten Sneak-Preview überein.

Trailer:

Anke Schuster

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