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Konzert: Setting Sun

Eine Sonne muss nicht untergehen, um zu gefallen. Aber erst im Angesicht des Untergangs kann sie strahlen, uns wärmen und erleuchten.

Ich spreche nicht von Natur, ich meine Musik: Gary Levitt nennt sich Setting Sun, singt mit seiner Gitarre zusammen verträumt kleine Songs aus einer tiefen, zum Untergang geneigten Melancholie heraus, aber mit spielerischer Freude an großen Pop-Momenten, umarmenden Melodien und niedlichen Effekten.

Aus Brooklyn gekommen, reist er durch Europa, um seine Lieder akustisch und erdig herunterzubrechen, auf dass ein erstauntes und beglücktes Publikum feststellen kann, wie wenig hochtrabender, altkluger Befindlichkeitsfetisch und wie viel Pop doch in Songs aus Gitarre und Gesang (und Schlagzeug) stecken kann.